Wie viele Megapixel braucht eine Kamera?

Jürgen Pagel

Wie viele Megapixel braucht meine neue Kamera und sind mehr Megapixel besser?

Eines gleich vorweg: Ihre Bilder werden weder mit einer neuen Kamera, noch mit einer Kamera mit mehr Megapixel besser. Sie werden noch nicht einmal besser, wenn Sie ein sauteures Objektiv an Ihrer „alten“ oder Ihrer „neuen“ Kamera verwenden.
Besser werden Ihre Bilder nur durch Übung, Übung, Übung. Genauso, wie vor 30, 40 oder 50 Jahren.

Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Sie in Ihre Überlegungen einbeziehen sollten:

Erstens machen Sie den Kauf von Ihrem Budget abhängig, also davon, wie viel Geld Ihnen zur Verfügung steht bzw. wie viel Geld Sie bereit sind, auszugeben.

Zweitens stellt sich die Frage, was Sie mit Ihren Fotografien anstellen wollen. Beabsichtigen Sie, die Bilder auszudrucken oder wollen Sie sie ausschließlich am heimischen Rechner bzw. auf Ihrem Smartphone betrachten?

Kommen wir zu Punkt Eins. Mit der Technik befassen wir uns später.

Neue Kameras im semiprofessionellen Bereich kosten zwischenzeitlich 1.200 Euro und mehr (Body only). Nach oben gibt es praktisch keine Grenze.

Ähnlich schaut das beim den Handys mit guter Kamera aus. Hierbei werden Sie zwischen 600 und 1.000 Euro investieren müssen (ohne Vertragsbindung). Dabei haben Sie dann trotz des relativ hohen Invests immer noch keine Kamera, die mit den Eigenschaften und Qualitäten einer Systemkamera mithalten kann. Das dem so ist, liegt schlicht an dem Streichholzkopf großen Sensor und der Erfordernis, Schwächen hinsichtlich der Bildqualität durch massive Softwareeingriffe auszugleichen, was jedoch meistens sehr gut gelingt. Aber ein Eingrenzen der Schärfentiefe ist hardwareseitig nicht möglich.


Richtig teuer wird es dann zumeist bei den Objektiven der Kameraanbieter selbst. Nikon schießt hier den Vogel ab. Es gibt im Vollformatsektor kaum ein Objektiv unter 900 Euro. Auch die Anzahl an Third-Party-Objektiven ist sehr überschaubar. Etwas besser sieht es dagegen bei Olympus, Sony und Canon aus. Auch sind hier die Original-Objektive allesamt sehr teuer, aber es gibt eine Vielzahl von Drittanbietern, die gute (wenn auch nicht herausragende) und überaus taugliche Objektive nahezu aller Brennweiten auf dem Markt haben.
Grundsätzlich sollten Sie jedoch bedenken, dass APS-C-Objektive prinzipiell günstiger sind, als diejenigen für das Vollformat.

So kommen Sie dann bei einem Body-Preis von beispielsweise 1.500 Euro mit einem Satz an Objektiven unterschiedlicher Brennweiten (24-70mm, 17mm, 35mm, 50mm, 85mm und vielleicht noch ein Telezoom 70-200mm) schnell auf 4.500 bis 5.000 Euro für das Komplettpaket. Benötigen Sie dann noch passende Filter, Kameragurte, Stativ u.ä., ist der Abstand zu den 6.000 Euro nicht mehr allzu groß.

Beschränken Sie sich bei den Objektiven auf Dritthersteller, sparen Sie gut und gerne 1.500 bis 2.000 Euro.


Ist Ihnen das zu teuer? Kein Problem. Kaufen Sie ein Vorläufermodell. Die sind meist deutlich günstiger. Dabei müssen sie noch nicht einmal gebraucht sein. Vitrinenstücke, die lediglich wenige bis gar keine Auslösungen verzeichnen, sind oftmals schon für einen Nachlass von ca. 20 – 30% zu bekommen. Gleiches gilt für die Objektive.


Der Markt an gebrauchten Kameras und Objektiven ist riesig. Sie müssen ein paar Dinge beachten. Aber dazu an anderer Stelle mehr. Kameras werden nämlich sehr häufig über Online-Händler bezogen und nach dem man die Kamera in den Händen hält, stellt man fest, dass der Griff zu klein, das Handling doch nicht so ist, wie man sich das vorgestellt hat und zack, geht die als Gebraucht wieder in den Markt.


Weiter geht es mit dem zweiten Punkt – die Verwendung Ihrer Fotografien.

Für eine Betrachtung auf dem PC oder gar dem Smartphone reichen 12 MP locker aus. Selbst ein DIN A4-Druck ist ohne Einschränkungen in der Bildqualität möglich.

Etwas kritischer wird es dann bei 90x60 cm – Drucken und mehr. Da sollten es schon mindestens 18 MP sein. 24 MP schaden definitiv nicht. Vergessen Sie aber nicht, dann auch den entsprechenden Drucker in Ihr Budget einzuplanen. Mein Brother für 160 Euro spielt bei DIN A4 herausragend mit, obwohl das noch nicht einmal ein spezieller Fotodrucker ist. Aber Großformate gehen nun mal nicht und die externen, in Auftrag gegebenen Entwicklungs- bzw. Druckkosten sind nicht ohne.

50 MP bieten eine hervorragende Qualität für Drucke im DIN A1-Format, bei denen Sie auch mit 10 cm Abstand problemlos Pixel-Peeping betreiben können. Aber das hat dann auch seinen Preis.


Bedenken sollten Sie auch, das mit steigender Pixelzahl die Ansprüche an die Hardware steigen. Mit Ihrem alten Mac aus dem Jahre 2012 kommen Sie nicht mehr weit. Immerhin müssen bei 50 MP ca. 290 Megabyte pro Bild verarbeitet werden. Auch der Speicherplatz Ihrer kamerainternen Speicherkarten geht dann schnell zu Ende. CFExpress-Cards (die benötigen Sie für hohe Serienbildgeschwindigkeiten) gehen dann richtig ins Geld – bis zu 900 Euro für eine CFExpress mit 1TB. Selbst eine 256GB-Karte kostet über vom billigsten Anbieter schon 180 Euro. Eine Angelbird 256GB schlägt dann mit 300 Euro ein großes Loch in's Kontor. Und der Speicherplatz auf Ihrem Rechner kostet natürlich auch. Ich will Ihnen keineswegs Angst machen. Aber diese Faktoren werden leicht und schnell vergessen und die Überraschung ist dann groß. Klar verkauft deswegen niemand seine Kamera, aber Sie müssen dann deutlich tiefer in die Tasche greifen, als das Ihr geplantes Budget hergibt.

Erstes Fazit

Werden Sie sich darüber einig (mit sich und Ihrer Frau bzw. Ihrem Mann), was Sie wollen.


Sind Sie Hobbyfotograf und nicht mehr, reichen 24 MP vollkommen aus. Das ist ein sehr guter Kompromiss aus allen Welten. Wenn Sie mit 23mm Brennweite klar kommen, ist eine Fujifilm X100V (ca. 1.200 Euro) das perfekte Arbeitsgerät, mit der Sie nahezu alles machen können. Wollen Sie Wechselobjektive einsetzen, wäre die Fujifilm X-E 4 perfekt (ca. 1.000 Euro für den Body). Noch ein oder zwei Objektive dazu und Sie sind mit ca. 1.500 Euro für das Komplettpaket zunächst gut im Rennen und zulegen geht hinsichtlich der Objektive immer.


Sind Sie semi- oder gar professionell unterwegs, werden Sie bei Fujifilm eher bei einer APS-C X-T4 (die Markteinführung ist auch schon zwei Jahre her) oder bei einer Vollformat Nikon Z6II bzw. einer Nikon Z7 landen. Die beiden liegen dann allerdings beim Body bei ca. 2.100 bis 2.400 Euro und dann kommen eben noch die Objektive dazu. Auch diese beiden Kameras machen Ihre bilder nicht per se besser, aber Sie sind ein gutes, wetterfestes, grundsolides Handwerkszeug für denjenigen, der Fotografie nicht nur als Hobby betreibt, professionelle Gedanken hegt, pflegt und mehr will, als einfach nur ein bisschen Herumknipsen. Die beiden letztgenannten Kameras haben beispielsweise um die 24MP und viele Profifotografen kommen damit sehr gut zurecht.

Alle anderen Faktoren wie hohe Serienbildgeschwindigkeit, Filmsimulationen u.ä. erspare ich mir an dieser Stelle. Wenn Sie dazu mehr wissen wollen, dann schreiben Sie mir einfach. Ich erkläre Ihnen das sehr gerne.


Nun zur Technik. Warum sind mehr Megapixel nicht zwingend besser?

Der Spruch nervt irgendwie und dennoch stimmt er: Die beste Kamera ist die, die Sie dabei haben!
Wer hat nicht schon tolle Momente des Lebens fotografisch verpasst, weil er die Kamera nicht dabei hatte? Da tut es dann auch eine 6MP-Handykamera. Selbst ein schlechtes Bild ist immer noch besser, als gar keines. Damit ist die Frage nach den Megapixel auch gleich beantwortet: 6 MP reichen aus.

Als wenn’s so einfach wäre. 

Unter den Kameraherstellern hat ein Wettrennen um die Megapixel begonnen. Alles andere ist technisch ziemlich ausgereizt. Also müssen mehr Megapixel als Verkaufsargument her. Damit hat man dann mehr Möglichkeiten, Bilder zu beschneiden. Denn jeder Beschnitt führt zu einem Verlust an Megapixeln. Wenn Sie ein Bild mit 6MP beschneiden, leidet die Qualität des Bildes erheblich mehr, als wenn Sie den gleichen Beschnitt bei einem Bild mit 50 oder gar 100MP vornehmen würden.

Deswegen “packen” die Hersteller immer mehr Pixel auf zu kleine Sensoren, was zu einem stärkeren Rauschen führt, das dann zwar kameraintern mittels der Software der Kamera künstlich reduziert wird. Das Ergebnis jedoch sind oftmals matschige, aufgeweichte und kontrastarme Bilder.

Jenes gilt v.a. bei Aufnahmen unter schlechten Lichtbedingungen. Bei Sonnenschein ist alles prima. Aber in der Dämmerung und in kritischen Lichtsituationen zeigt sich die wirkliche Qualität Ihres Handwerkzeugs.


Viel wichtiger als die Megapixel ist zunächst, das die Kamera gut in Ihrer Hand liegt. Wenn Sie nach 10 Minuten bereits einen Krampf in Ihren Fingern vom “eisernen” Festhalten bekommen, haben Sie diesbezüglich die falsche Wahl getroffen.

Absolut essentiell sind der Sucher und das Display Ihrer Kamera. Was nützen Ihnen viele Megapixel, wenn Sie auf dem Display in der Sonne nichts sehen und der Sucher alles viel zu dunkel und mit zu geringer Auflösung abbildet.

Achten Sie auch auf die Sensorgröße. Natürlich kann man auch mit MFT – Kameras tolle Bilder machen. Gleiches gilt für APS-C. Aber kleiner sollten Sie nicht sein. Kleine Sensoren produzieren bei wenig Licht ein starkes Rauschen. Beispiel: native ISO bei Fujifilm X100 = 200, bei der X-T4 = 160, bei der Nikon Vollformat = 100 und bei der Sony A7III beispielsweise ist eine 60er ISO problemlos machbar.

Kameras mit um die 30MP sind für Aufgabenfelder konzipiert, die der normale Nutzer nicht zum Einsatz bringt. Produktfotografie, Mode, Food & Beverage, Real Estate u.a. stehen hierbei im Vordergrund. Ein Bild, von einer Vollformatkamera mit 24MP aufgenommen im RAW-Format ist ca. 33 Megabyte groß.Das gleiche Bild mit einer 12MP-Kamera aufgenommen nur wenige Megabyte klein.


Viele Megapixel auf einem kleinen Chip verursachen ein starkes Rauschen. Einige Hersteller bekommen das mit ISO-invarianten-Sensoren in den Griff, wobei auf Grund der Änderung der Verarbeitungsebenen das Grundrauschen geringer ist, aber das bieten eben nicht alle an und wenn, dann im höheren Preissegment.
Außerdem sind Kameras mit großen Sensoren tendenziell größer und schwerer. Meine beiden – sowohl die Niko wie auch die Fujifilm bringen mit einem 50mm-Objektiv über 1.000 Gramm auf die Waage. Das ist nicht tragisch, wenn die Kamera die meiste Zeit auf dem Stativ befestigt ist oder Sie nach jedem Bild aus der Hand gelegt wird, um sich per Tethering das Bild mit dem Kunden anzuschauen und zu besprechen. Aber das Teil den ganzen Tag herumtragen – da wird der Arm ziemlich lang.


Zweites Fazit

Gehen Sie zu einem Fachhändler in Ihrem Wohnort oder wenigstens in der Nähe. Lassen Sie sich beraten und vor allem nicht drängeln. Leider versuchen viele Händler sofort zum Verkaufsabschluss zu kommen und bauen dann psychologischen Druck auf. Lassen Sie sich darauf nicht ein. Im besten Fall nehmen Sie das gute Stück probeweise mit nach Hause und testen es ausgiebig.


Nehmen Sie im Idealfall eine Kamera mit Sucher. Einige Modelle verfügen nämlich nur noch über ein Display. Der Sucher am Auge sorgt für mehr Stabilität und das Bild lässt sich jenseits des Lichteinflusses auf dem Display besser beurteilen.


So richtig komplett etwas falsch können Sie kaum machen. Es gibt keine schlechten Kameras mehr. Die Features sind unterschiedlich – je nach Anspruch und Preislage. Aber gute Bilder machen Sie alle. 


Ich empfehle Ihnen keine spezielle Kamera. Zu groß ist der Markt, zu unterschiedlich die Ansprüche. Teuer ist nicht zwingend gleich gut. Billig muss nicht zwingend schlecht sein. Das Wichtigste ist der Verwendungszweck, den Sie Ihrer Kamera zusprechen.


© Jürgen Pagel 2022


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