Verwendungszweck
Zunächst hängt das vom
Verwendungszweck ab. Bist Du Hobbyfotograf und druckst maximal auf Hochglanzpapier am heimischen Drucker Deine Bilder aus (ob ein Bild erst dann fertig ist, wenn es ausgedruckt wurde, ist eine philosophische Betrachtungsweise), dann reicht Dir bei 300 DPI eine Auflösung von 3508 x 2480. Das entspricht ca. 8,7 Megapixel. Für die eine einzige Ausnahme im Jahr, bei der Du ein DIN A0 mit 14.043 x 9933 – also 139 Megapixel – in Auftrag gibst, lohnt sich die Anschaffung einer bis zu 10.000 Euro teuren Kamera sicher nicht.
Somit kannst Du mit 20 Megapixeln im Grunde alles drucken, was relevant ist.
Crop
Das gilt so lange, wie Du Dein Bild nicht beschneidest. Dann nämlich verlierst Du schnell an Auflösung, weil Du die Kantenlängen gegenüber dem Original beschneidest. Multiplizierst Du die Kantenlängen und dividierst den Betrag durch 1.000, erhältst Du Deine Dir tatsächlich zur Verfügung stehende Auflösung in Megapixel.
Wenn Du allerdings bei der Bildkomposition entsprechende Sorgfalt walten lässt, lassen sich kräftige Beschneidungen vermeiden.
Speicherkarten
Deine Speicherkarten werden Dir auf jeden Fall die Verwendung einer 20-26 MP-Kamera danken. Eine 128 GB-Karte fasst bei Verwendung in einer Vollformat-Kamera mit durchschnittlich 24 MP ca. 5.500 Bilder im RAW-Format. Bei einer 100 MP-Kamera sind das nur noch etwas mehr als 1.800 Bilder, weil die einzelne Bilddatei bis zu 60 MB groß werden kann. Wer also mit hoher Auflösung unterwegs ist, braucht definitiv einige Speicherkarten in der Reserve.
Bis diese große Datenmenge bei entsprechend hoher Auflösung kameraintern verarbeitet werden kann, bedarf es entsprechend schnellen Prozessoren. Die sind natürlich verbaut, sonst würde der Hersteller solche Kameras nicht anbieten. Aber der Puffer wird hoch belastet. Das erzeugt nicht nur Wärme, sondern benötigt zum Schreiben auf die Karte nach dem Erzeugen von Bildserien auch Zeit. Im JPEG-Format ist das kein Problem. Aber im RAW-Format kann das schon mal 10-20 Sekunden dauern. Auch das ist kein Problem. Man muss es nur wissen.
Anforderungen an die Hardware
Dateien in der Größe einer 40 MP-Auflösung und mehr im PC bzw. im Mac zu verarbeiten, kann – bei unzureichender Lese- und Schreibgeschwindigkeit – zum Datenstau führen, der nicht nur deutlich mehr Zeit kostet, sondern im ungünstigsten Fall auch zum Absturz des PC bzw. Mac führen kann.
Dem lässt sich nur mit einer optimierten Hardware entgegentreten. Wer sich für einen schnellen Mac interessiert, wird hinsichtlich der Preisentwicklung überrascht sein. 2.500 Euro sind der Einstieg in die schnelle Welt – auf einer nach oben offener Skala.
Somit wird nicht nur die Kamera teurer, sondern auch das Equipment, um diese Bilder verarbeiten zu können. Und das geht beim Drucker weiter. Was nutzt die beste Auflösung, wenn der vorhandene Drucker dieser nicht gerecht wird. Wenn wir dann schon beim Equipment sind, darf nicht unerwähnt bleiben, dass die beste Kamera mit höchster Auflösung ihren Zweck nicht erfüllen kann, wenn die (bisher) verwendeten Objektive nicht für diese hohe Auflösung gerechnet wurden? Also kommen zu den bisherigen Kosten noch die für den neuen Objektivpark hinzu.
Das ist alles nicht schlimm. Nur solltest Du vor der Anschaffung einer solchen Kamera eine Kosten-Nutzen-Rechnung machen. All der Aufwand lohnt nicht, wenn Du nicht wirklich professionell unterwegs bist und die Kosten an Deine Kunden weitergeben kannst.
Mit den heute üblichen 20 bis 30 MP-Kameras bist Du selbst im semiprofessionellen Umfeld gut bedient, denn mehr Megapixel machen definitiv keine besseren Bilder. Und Unschärfen in Deinen Bildern werden mit 100 MP nicht weniger.
Wann und warum werden dann teure 41 bzw. 61 MP-Kameras, wie sie gerade von
Sony angeboten werden, angezeigt?
Eigentlich nur für verrückte Hobbyisten, die nicht wissen, wohin mit ihrem vielen Geld – was ihnen gegönnt sei. Vor allem aber für Profis, die 4K mit 120 FPS für Zeitlupenaufnahmen benötigen, weil die sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen (müssen). Wer nie oder selten filmt, benötigt diese Spezifikationen nicht.
Und die Vorteile?
Jetzt mag der aufmerksame Leser feststellen, dass ich bisher nur vermeintliche Nachteile beschrieben habe, ohne auf die Vorteile eingegangen zu sein. Nüchtern betrachtet (was zu der Uhrzeit passt, zu der dieser Artikel beschrieben wurde), gibt es keine Vorteile.
Die Kameras sind deutlich teurer, zumeist schwerer, benötigen zusätzlich hohe Investitionen in Objektive – liefern dafür einen sehr guten Autofokus, der jedoch auch bei Modellen mit geringerer Auslösung kaum schlechter sein kann und das Gefühl, das allerneueste zu besitzen. Letzteres ist die Absicht, die hinter dem ausgeklügelten Marketing steckt, mit dem beispielsweise ein uraltes OM-System von Olympus als revolutionär und einmalig beworben wird – mit allen Nachteilen, die MFT-Sensoren nun einmal haben.
Wer also gezielte Unschärfe als gestalterisches Element fordert, sollte sich nicht allzu optimistisch über die Notwendigkeit hochauflösender Kameras äußern – ein Widerspruch in sich, der auch bei näherer Betrachtung nicht aufzulösen ist.
Warum schreibe ich das alles?
Weil ich „nur“ eine Nikon Z6II mit 26MP mein Eigen nenne? Oder eine Fujifilm X-T4 mit ebenfalls 26MP? Nein, ich gönne jeden seine teure Kamera (wobei die X-T4 und die Z6II jeweils deutlich über 2.000 Euro Anschaffungspreis lagen) von Herzen. Nein, ich möchte vor allem vor den (vollkommen legitimen) Versprechend er Hersteller und Vertriebler warnen, die nur eines im Sinn haben: Dein Geld. Auch das ist legitim. Und ich gebe zu, selbst immer wieder kurz davor zu sein, darauf hereinzufallen, mit einer Nikon Z7II genauso zu liebäugeln, wie mit einer Fujifilm X-T5. Aber realistisch betrachtet ist das selbst für mich als professionellen Fotografen ungefähr so, wie wenn man Perlen vor die Säue wirft – also sinnbefreit.
Fazit
Investiere lieber in sehr gute und herausragende Objektive, in gute Beleuchtung und in leistungsstarke Blitzgeräte. Hohe Auflösungen lassen sich heutzutage mit der m.E. exzellenten Software Topaz AI nahezu spielerisch erzielen – mit herausragenden Ergebnissen, die einem hochauflösenden Sensor in nichts nachstehen. Für die ein- bis zweimal pro Monat, in denen eine Auflösung von mehr als 30MP benötigt wird, sind ca. 200 Euro für die komplette Vollversion – kein Abonnement, sondern ein einmalig zu zahlender Betrag - der Software, gut angelegtes Geld.
Denke darüber nach. Wenn Du für Dich Vorteile entdeckst, die eine Investition in eine Kamera mit höherer Auflösung rechtfertigen, dann kaufe sie. Zögere nicht. Mach‘ einfach. Die Hersteller und die Händler werden es Dir danken. Wenn Dir Zweifel kommen, dann überlege Dir genau, warum Du das willst und welchen Mehrwert sie Dir bietet.
©2023 Jürgen Pagel | Lichtwerk.Design
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